Spielhallen gefährden Jugendliche

[Update 12.2.20] Dazu haben wir im Ausschuß für Kinder, Jugend und Familie eine Anfrage gestellt:“Wie hält es die Stadt mit den Jugendschutz-Überprüfungen der Spielhallen?”

Im Februar 2018 haben wir in der Bezirksvertretung Eickel die Situation der Spielhallen angefragt „Der Mindestabstand gilt nach § 18 Ausführungsgesetz NRW Glücksspielstaatsvertrag nicht für zum Zeitpunkt des Gesetzes bestehende Spielhallen“, heißt es dazu in der Antwort der Verwaltung. In Herne-Röhlinghausen befindet sich eine Spielhalle unmittelbar gegenüber der Südschule und hält den Mindestabstand nicht ein.

Hinten rechts Gesamtschule WanneZwei Jahre später ist die SPD jetzt aufgewacht und fragte im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie
nach einer Auflistung der Spielhallen in Herne mit entsprechender Ortsangabe. Sie bezog sich dabei vor allem auf die Nähe zu Kindertagesstätten. Welcher Gefährdung kleine Kinder durch Spielhallen ausgesetzt sind, wissen wir nicht und es es ist nicht das vordringliche Problem. Betroffen sind hier in erster Linie Heranwachsende und junge Erwachsene. Wir haben deshalb die Anfrage auf Schulen und Kinderjugendeinrichtungen erweitert. Die SPD zeigt mit ihrer Frage, dass sie das Problem nicht verstanden hat.

Die Verwaltung spricht von Bestandsschutz, wenn gesetzmäßige Mindestabstände nicht eingehalten werden, aber die Gerichte haben hier anders entschieden. Spielhallen und Wettbüros bringen der Stadt erhebliche Steuern ein. Leider fließt davon nur ein geringer Anteil in die Präventionsarbeit und die Hilfen für Süchtige ein.

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